Die Katzen von Rom - das Katzenasyl Torre Argentina
Die Katzen von Rom - die Katzenkolonie im Katzenasyl in der area sacra am Largo Torre Argentina.
Neben den vielen in Rom ansässigen Kolonien - Pyramide (Piramide) des Cestius, dem Graben um
das Pantheon, dem Forum Romanum - dürfte das Gebiet am Largo Argentina wohl die größte betreute
Katzenkolonie der Stadt sein. Die nicht öffentlich zugängliche Ruine der Tempelanlage zählt mit
zu den ältesten Monumenten in Rom, die durch die Ermordung des Julius Cäsar archäologische
Berühmtheit erlangte. Die Reise durch gattomania birgt Informationen, Tipps und (Presse-)
Berichte über die - durch AISPA unterstüzten - römischen Katzen, Tourismus, Reiseführer und
vielleicht eine Begegnung mit echten Römerkatzen (und Kater). Begleiten Sie uns zu einer
italienischen Städtereise abseits des Tourismus, einer Reise im Namen des Tierschutz und der
aktiven Tierhilfe für alle gatti, gatta, gatto. Besuchen Sie Torre Argentina, roman cat
sanctuary, das römische Tierheim auf romancats.com.
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De 'gattare' - Im Jahr 1929 begannen die Ausgrabungen im geheiligten Bezirk des Torre
Argentina. Dies war auch das Jahr in dem hier die Geschichte der Katzen begann. Streunende und
ausgesetzte Katzen zogen sich zurück in die abgesperrten Bereich unter dem heutigen
Straßenniveau. Von 1929 bis 1993 wurden die Katzen mehr oder weniger regelmäßig von
Katzenfrauen oder Gattare, wie sie liebevoll von den Römern genannt wurden, gefüttert.
Filmstar - Eine der berühmtesten dieser Katzenliebhaberinnen war der große italienische
Filmstar Anna Magnani. Als sie am Teatro Argentinien gastierte, daß direkt an die Ruinen des
Torre Argentinas grenzt, nutze Anna Magnani ihre Pausen dazu, ihre 4-füßigen Katzenfreunde zu
füttern. Diese berühmte Filmlegende verstarb in den sechziger Jahren
Silvia Vivianis Geschichte - Lia, meine Partnerin und ich begannen 1994 für die Katzen zu
arbeiten als wir eine Katzenliebhaberin unterstützen, die sich damals völlig alleine um die
Katzen bemühte. Das Füttern, Kastrieren, Sterilisieren und die gesundheitliche Versorgung der
vielen Katzen brachte diese großzügige Frau an den Rand des ökonomischen und emotionalen
Zusammenbruchs. Lia und ich fanden schnell heraus, dass es da viel mehr zu tun gab als es uns
drei Frauen überhaupt möglich war. In diesem Jahr umfasste unsere Katzenkolonie 90 Tiere und
wurde schnell größer, da unverantwortliche Leute viele Katzen und Kätzchen während der
Sommerferien einfach aussetzten.
Das Katzenheim im Untergrund - Unsere Arbeitsbedingungen waren, um es vorsichtig
auszudrücken, primitiv. Eine Art Stollen unter der Straße wurde von der Stadtverwaltung von
Rom zwar nicht ganz freiwillig aber zugänglich gemacht. Die zur Verfügung gestellte Fläche war
ungefähr 100 qm groß und wir verwendeten sie zuerst als Vorratsraum für Katzenfutter und dazu,
daß die Katzen über Nacht eine Zuflucht hatten. Ich kann gar nicht sagen wie schwierig und
frustrierend unsere Aufgabe war. Wir sorgten für mehr als 90 Katzen an einem düsteren, feuchten,
unterirdischen Ort, wo es an vielen Stellen zu niedrig war um aufrecht zu stehen, und das
alles ohne Strom und Wasser. Dieser Zustand blieb so für mehr als anderthalb Jahre, in denen wir
auf eine Verbesserung und Lösung unserer Probleme hofften.
A.I.S.P.A.
Unsere Gebete wurden 1995 erhört als unsere Erlöserin, eine Engländerin mit Namen Molga
Salvalaggio erschien. Sie erzählte uns von den unglaublichen Leistungen von einigen englischen
Tierschutzorganisationen und stellte uns einen Kontakt zur AISPA (Anglo-Italian Society
for the Protection of Animals) her. AISPA war die erste Organisation die uns sowohl
materiell als auch moralisch unterstütze. Zusätzlich erhielten wir englisch-sprachige
Unterlagen über Katzenprobleme und deren Lösungen. Wir studierten diese unbezahlbar wichtigen
Informationen und begannen langsam die englischen Modelle zu kopieren.
Vereinte Nationen der Katzen
Die erste Aufgabe war die dringendst benötigten Gelder zu beschaffen. Unsere primitive
Unterkunft hat den großen Vorteil, dass es eine Touristenattraktion wegen der geschichtlichen
und ärchaologischen Bedeutung der Ruinen ist. Wir begannen Touristen anzusprechen, die
anscheinend mehr an den Katzen interessiert waren als an den Ruinen. Und es funktionierte.
Nicht nur, daß wir dringend benötigtes Geld erhielten wir erreichten auch dass sich einige
Freiwillige als ehrenamtliche Helfer verpflichteten, meistens Frauen aus aller Herren Länder:
Italien, Frankreich, Deutschland, Amerika, England, Brasilien und Holland. Wir wurden eine Art
UN, also Vereinte Nationen für die Katzen. Um weiteres Geld zu sammeln, veranstalteten wir
Wohltätigkeitsessen, Basare, Versteigerungen und Flohmärkte.
Im September 1998 ermöglichten US Navy Captain John Henriksen und seine Gattin Cheryl in
ihrem Heim einen Wohltätigkeitsabend für 120 Gäste mit Abendessen, Lotterie und Versteigerung.
Die Vorsitzende des dafür verantwortlichen Organisationskomitees war Alexandra Richardson,
Gattin des englischen Botschafters, die sich trotz ihres mehr als übervollen Zeitplans die Zeit
nahm, uns zu helfen. Unser Katzen betraten erstmals internationales diplomatisches Parkett!
Neue Hoffnung - Mit den neuen Einkünften waren wir erstmals in der Lage qualitativ
hochwertiges Futter zu verwenden. Kätzchen und kranke Katzen erhielten eine spezielle Diät.
Gesunde Katzen erhielten weniger teures, aber qualitativ hochwertiges Futter. Dieser positive
Umstand motivierte uns professioneller zu arbeiten und unsere täglichen Arbeiten im Ablauf zu
organisieren. Nachdem die Torre Argentina Katzen mit Futter und den nötigen Medikamenten
versorgt und kastriert waren, begannen wir unsere finanziellen Mitteln mit den ärmeren Asyls
in Rom zu teilen. Dabei hatte die Kastration und Sterilisation höchste Priorität.